Rezeptfreie Medikamente gegen Hämorrhoiden
Die mit den Hämorrhoiden verbundenen Beschwerden lassen sich mit zahlreichen rezeptfreien Medikamenten lindern. Die Hämorrhoiden-Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung.
Bei Hämorrhoiden in den Stadien I und II können in Eigenregie rezeptfreie Medikamente angewendet werden, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken. Es handelt sich dabei um Salben oder Zäpfchen, die häufig verschiedene Wirkstoffe in Kombination enthalten. Auch Sitzbäder helfen, die Beschwerden bei Hämorrhoidalleiden zu lindern.
Welche Wirkstoffe und Darreichungsformen sind wann geeignet?
Hämorrhoiden - Medikamente mit örtlich betäubenden Wirkstoffen
Wenn bei den Beschwerden Schmerzen oder Juckreiz im Vordergrund stehen, empfehlen sich Salben oder Zäpfchen mit örtlich betäubenden Wirkstoffen wie:
Hämorrhoiden - Behandlung mit Pflanzenextrakten und Zubereitungen aus Bakterien
Folgende Pflanzenextrakte wirken bei Hämorrhoiden entzündungshemmend und juckreizstillend:
Zubereitungen aus Bakterien in Hämorrhoiden - Salben und - Zäpfchen enthalten abgetötete Escherichia coli-Bakterien und deren Stoffwechselprodukte. Die Wirkung soll auf einer Stimulation der körpereigenen Abwehr beruhen, wodurch beispielsweise Verletzungen leichter abheilen.
Weitere Wirkstoffe gegen Hämorrhoiden
Einige Zubereitungen gegen Hämorrhoiden enthalten zusätzlich zu örtlich betäubenden oder pflanzlichen Wirkstoffen Substanzen mit blutstillenden, entzündungshemmenden oder flüssigkeitsbindenden Substanzen. Dazu zählen vor allem:
Bufexamac ist eine Substanz, die häufig Allergien hervorruft und daher nur noch eingeschränkt empfohlen wird.
Sitzbäder bei Hämorrhoiden
Empfehlenswert gegen Hämorrhoiden-Beschwerden sind Sitzbäder, die mit flüssigen Konzentraten bzw. Badezusätzen hergestellt werden können, z.B. mit:
Wenn bei den Beschwerden Schmerzen oder Juckreiz im Vordergrund stehen, empfehlen sich Salben oder Zäpfchen mit örtlich betäubenden Wirkstoffen wie:
- Benzocain
- Lidocain
- Quinisokain
Hämorrhoiden - Behandlung mit Pflanzenextrakten und Zubereitungen aus Bakterien
Folgende Pflanzenextrakte wirken bei Hämorrhoiden entzündungshemmend und juckreizstillend:
- Hamamelisextrakt
- Arnikaextrakt
- Rosskastanienextrakt
Zubereitungen aus Bakterien in Hämorrhoiden - Salben und - Zäpfchen enthalten abgetötete Escherichia coli-Bakterien und deren Stoffwechselprodukte. Die Wirkung soll auf einer Stimulation der körpereigenen Abwehr beruhen, wodurch beispielsweise Verletzungen leichter abheilen.
Weitere Wirkstoffe gegen Hämorrhoiden
Einige Zubereitungen gegen Hämorrhoiden enthalten zusätzlich zu örtlich betäubenden oder pflanzlichen Wirkstoffen Substanzen mit blutstillenden, entzündungshemmenden oder flüssigkeitsbindenden Substanzen. Dazu zählen vor allem:
- Bismutsalze
- Zinkoxid
- Titanoxid
- Bufexamac
Bufexamac ist eine Substanz, die häufig Allergien hervorruft und daher nur noch eingeschränkt empfohlen wird.
Sitzbäder bei Hämorrhoiden
Empfehlenswert gegen Hämorrhoiden-Beschwerden sind Sitzbäder, die mit flüssigen Konzentraten bzw. Badezusätzen hergestellt werden können, z.B. mit:
- Kamillenblütenextrakt
- synthetischem Gerbstoff
Wie werden die Medikamente gegen Hämorrhoiden angewendet?
Hämorrhoidensalben oder -zäpfchen werden ein- bis dreimal täglich nach dem Stuhlgang angewendet. Vorher sollte der Afterbereich vorsichtig gereinigt werden. Falls die Beschwerden nicht nachlassen oder sich sogar verstärken, muss die Anwendung abgebrochen werden, denn eine allergische Reaktion auf einen Inhaltsstoff kann die Ursache dafür sein.
Während einer Hämorrhoiden – Behandlung mit Salben oder Zäpfchen ist zu beachten, dass die in den Zubereitungen enthaltenen Zusatzstoffe die Reißfestigkeit von Kondomen beeinträchtigen können.
Sitzbäder können zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet werden.
Falls die Beschwerden nach ein- bis zweiwöchiger Anwendung der rezeptfreien Medikamente nicht nachlassen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Während einer Hämorrhoiden – Behandlung mit Salben oder Zäpfchen ist zu beachten, dass die in den Zubereitungen enthaltenen Zusatzstoffe die Reißfestigkeit von Kondomen beeinträchtigen können.
Sitzbäder können zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet werden.
Falls die Beschwerden nach ein- bis zweiwöchiger Anwendung der rezeptfreien Medikamente nicht nachlassen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Quellen:
Lennecke/Hagel/Przondziono: Selbstmedikation. Leitlinien zur pharmazeutischen Beratung, Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart, 3. Auflage (2007)
Rote Liste online (www.rote-liste.de)
www.haemorrhiden.net
Stiftung Warentest: Handbuch Selbstmedikation, Berlin (2002/2003)
Lennecke/Hagel/Przondziono: Selbstmedikation. Leitlinien zur pharmazeutischen Beratung, Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart, 3. Auflage (2007)
Rote Liste online (www.rote-liste.de)
www.haemorrhiden.net
Stiftung Warentest: Handbuch Selbstmedikation, Berlin (2002/2003)
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